Individuelle Förderung am Albert-Einstein-Gymnasium
Hameln
Förderung von Hochbegabungen
Besondere Begabungen und
hohe Intelligenz nur nach dem
Intelligenzquotienten zu beurteilen genügt nicht
und gibt zu wenig konkrete Handlungsansätze.
Unser Ziel ist eher eine individuelle Förderung
der Kinder und Jugendlichen, die davon ausgeht,
dass durch Arbeit mit dem Kind, durch
Beobachtung und Gespräch herauszufinden ist,
welche Anregungen, Hilfestellungen und andere
Formen der Begleitung das Kind benötigt.
Besondere Begabung zeigt es u.a. dadurch,
- dass es schneller als andere mit den
Aufgaben fertig ist
- dass es außergewöhnliche Lösungen und
Ideen parat hat
- dass es sich langweilt
- dass es viel fragt, viel wissen möchte
- dass es hartnäckig nachhakt
- dass es sich auf neue Probleme und
Themen schnell einstellen kann
- dass es ein gutes Gedächtnis hat
- dass es still und zuverlässig, ohne
lange zu fragen alles erledigt
- dass es mit Frust lockerer umgehen kann
- dass es gern tanzt, spielt, singt
- u.v.a.m.
Oft wird man nur auf die mathematisch,
sprachlich und musikalisch besonders
interessierten Kinder aufmerksam. Howard Gardner
(USA) unterscheidet aber 9 Intelligenzen (siehe
„Lichtblick für helle Köpfe“ Joelle Huser,
S.8-9):
1. Sprachliche, 2. Musikalische, 3.
Logisch-mathematische,
4. Räumliche, 5. Körperlich-kinästhetische, 6.
Intrapersonale,
7. Interpersonale, 8. Naturalistische und 9.
Existenzielle Intelligenz.
Jeder darf seine besonderen Interessen
herausfinden und entwickeln, es wäre
schlimm, wenn ein Kind sich
eingeschränkt und in seiner Entwicklung
behindert fühlt, sei es durch unangemessene
Lerngeschwindigkeit, Lerninhalte oder
wenn es den Drang und die Neugierde verspürt,
weiterzugehen und stehen bleiben soll.
Es ist eine wertvolle Aufgabe, alle Kinder mit
ihren ausgeprägten Stärken aber auch Schwächen
anzuerkennen,
sie zu begleiten und zwar so lange, bis
sie ihre Lernentwicklung selbständig beurteilen
können und zu selbstwirksamen Entscheidungen in
der Lage sind. Mischen sich besondere
Begabungen aber aufgrund jahrelanger
Fehlbeurteilung bereits mit ausgeprägten
negativen Verhaltensauffälligkeiten, wird die
Hilfestellung durch außerschulische Fachkräfte
notwendig.
Die Vielzahl und Breite der Angebote und
Vermittlungen des Albert-Einstein-Gymnasiums
entnehmen Sie bitte dem
„Wettbewerbskompass“/„Kompass f. helle Köpfe“.
Komponenten zur Förderung hochbegabter Kinder
und Jugendlicher
am Albert-Einstein-Gymnasium Hameln
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Kevin Kessing bei der
Deutschen Schülerakademie 2011
Während der Sommerferien
2 Wochen zur Akademie nach Braunschweig, das
aufwändige Bewerbungsverfahren hat sich gelohnt!
Jedes Jahr haben wir am
Albert- Einstein-Gymnasium Hameln die
Möglichkeit, außergewöhnlich interessierte und
begabte Schüler der Deutschen Schülerakademie
zuzuleiten. Insgesamt nehmen pro Jahr etwa 1100
Schüler aus ganz Deutschland an den Sommerkursen
teil- es sind wirklich nur die Besten der
Besten.
Hier der
Erfahrungsbericht von Kevin Kessing, Schüler des
Jahrgangs 12:
Psychologisch gesehen
entstehen Glücksgefühle vor allem dann, wenn
Ereignisse die Erwartungen im positiven Sinne
übertreffen. Besser lässt sich die Deutsche
Schülerakademie Braunschweig 2, an der ich
teilgenommen habe, kaum beschreiben. Über die
Ereignisdichte auf der Akademie haben wir schon
während derselben diskutiert – wobei wir
natürlich festgestellt haben, das sie maximal
ist. In allen Bereichen von Literatur über
Kunst, Musik, Sport, Soziologie bis hin zum
Wissenschaftlichen wie mathematischer Logik und
Komplexchemie konnten wir 95 Schüler uns tags-
und nicht selten nachtsüber betätigen.

Das
Prinzip der DSA ist es, grob gesagt, die
Teilnehmer selbstständig organisieren zu lassen.
Praktisch funktioniert das bei 95 motivierten
Schülern deutscher Schulen trotz der
Ferienzeiten unerwartet gut – die Erwartungen
übertreffend! – und gibt zudem noch ein
authentisches Gefühl der Gemeinschaft,
Produktivität und macht schlicht Spaß. Abgesehen
von einer bis vier täglichen Kursschienen, zu
deren Zeit die gewählten Themen referiert und
erarbeitet werden, ist wesentlicher Bestandteil
der DSA das Angebot an KüAs, kursübergreifenden
Aktivitäten. Diese werden, so ist es auch
vorgesehen, bis auf wenige Ausnahmen von den
Schülern selber ausgerichtet und sind auch an
andere Schüler gerichtet; letztendlich zeigen
sie den Leitgedanken auf, alle in der
Gemeinschaft in Aktivitäten einzubinden und
aktiv am Geschehen teilnehmen zu lassen.
Es wäre
auch ein fundamental falscher Gedanke, sich
aufgrund des hochtrabenden Namnes einzubilden,
die DSA sei ein trockenes Seminar oder reines
Büffelprogramm – wie die Schüler der
Nachrichten-KüA mitteilten, sei das außerdem
nicht nötig, denn wir seien, anders als in der
Zeitung verkündet, nicht hoch-, sondern
höchstbegabt. Gemäß diesem Prinzip der
Einbindung aller waren auch die Kurs- und
Akademieleiter (KL & AL) ein Teil der
Gemeinschaft, der geduzt wurde, an einem Tisch
aß, an Schülergesprächen und Wasserschlachten
teilnahm. Siezen wurde in unserem Kurs gar mit
Kuchenbacken bestraft.
Die Gruppe an Schülern
aus ganz Deutschland und teilweise ausländischen
deutschen Schulen war ein homogenes, aber
keineswegs monotones Gemisch.
Mädchen und Jungen
waren annähernd gleich viel vertreten und wurden
nur nach Stockwerken statt nach Häusern
getrennt, anders als das Christophorusjugenddorf
es eigentlich vorsieht.
KüAs, welche diese
Gruppe zustande gebracht hat, erstrecken sich
von klassischen wie Tanzen und Chor über Skat
und Zeichnen bis zu Bulgarisch- und Koch-KüAs.
Integraler Teil jeder DSA ist auch der
Akademiechor, der jeden Tag eineinhalb bis zwei
Stunden probt und so im Laufe der 16 Tage ein
internes und ein externes Konzert in der
nahegelegenen Kirche maßgeblich gestaltet. An
diesem externen Konzert nahm ich zum Beispiel
auch an einer Klavierbegleitung für Klarinette
und E-Bass-Begleitung teil.
Insgesamt kann ich
die Deutsche Schülerakademie nur als
unvergessliches Erlebnis beschreiben, dessen
Gemeinschaft auch weiterhin über Facebook und
den dazugehörigen Club der Ehemaligen
zusammenhält. Das erste große, fünftägige
Nachtreffen fand zu Silvester in Köln statt, wo
neben mir auch rund 30 andere der ursprünglichen
Teilnehmer zu finden waren. Es ist immer wieder
ein Erlebnis, die Erinnerungen und Kontakte aufs
Neue aufblühen zu lassen, und ich bin
unbeschreiblich froh, an der mental noch lange
anhaltenden Akademie teilgenommen zu haben.
Autorin: Anne Preuß

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